08.07.2017

Holt Holding macht Andorra energieautark

Emsländisches Unternehmen startet Pilotprojekt im Zwergenstaat

Haselünne/Andorra.Das Land Andorra zwischen Frankreich und Spanien will energieautark werden. Das ist Bestandteil des nationalen Energieplanes des Energieministeriums in dem nur 468 Quadratkilometer großen Land in den Pyrenäen. Der Zwergenstaat bezieht für seine 78.000 Einwohner und jährlich rund acht Millionen Besucher etwa 96 Prozent der benötigten Energie aus den Nachbarländern Frankreich und Spanien.   

Abhilfe soll nun ein von der Haselünner Holt Holding konzipierter Windpark schaffen. In ersten Gesprächen einigten sich die Haselünner mit dem Koordinator des nationalen Energieplanes zunächst über die Errichtung eines Windparks mit einer Gesamtleistung von jährlich 60 Millionen Kilowattstunden. „Das ist der erste Schritt in die Unabhängigkeit von Energielieferungen aus den Nachbarländern“, sagt Holt-CEO Hendrik Holt. Alleine durch diesen Windpark könnten ein Viertel des gesamten Energiebedarfes von Andorra gedeckt werden. „Wir finden hier optimale Voraussetzungen für die Errichtung eines Windparks vor“, so Holt weiter und vergleicht die Windverhältnisse mit denen der Orkney und Shetland Inseln. Auf über 2.700 Metern über dem Meeresspiegel herrschen konstante Windverhältnisse. Zum Einsatz kommen hier Starkwindanlagen der neuesten Generation. Diese Anlagen unterscheiden sich von konventionellen Windanlagen dadurch, dass die Rotoren kürzer sind. „Die Anlagen müssen Windgeschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometer aushalten“, so Holt. Neu ist ebenfalls der Einsatz von Energiespeichern. So soll auch bei Überproduktion Energie gespeichert und bei Windstille abgegeben werden. „Somit erreichen wir einen sehr hohen Wirkungsgrad, welcher natürlich auch die Rentabilität der Investition verbessert“, so Generaldirektor Heinz Luchterhand weiter. Bei erfolgreicher Realisation sollen weitere Windparks folgen. 

Das emsländische Unternehmen realisiert Projekte als sogenannter Frühphaseninvestor. „Im Gegensatz zu fast allen anderen Investoren sind wir bei passenden Projekten bereit, schon vor Erhalt der Genehmigung mit Risikokapital einzusteigen“, beschreibt Holt das Geschäftsmodell. Zusammen mit seiner Eigenentwicklung hat die Holt Holding derzeit eine Projekt-Pipeline mit einer Gesamtleistung von knapp 700 Megawatt zu realisieren. „Neben dem traditionellen Hauptmarkt Deutschland realisieren wir Projekte in den  Niederlanden, Frankreich und in den osteuropäischen Ländern“, ergänzt Luchterhand. Wichtig für beide Firmenvertreter sei auch die Umweltverträglichkeit in der Planung und Realisation der Anlagen. 

Quelle: Medieninformation Holt Holding
Foto: Symbolfoto Holt Holding

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